4.12.07

Bücherferien

Während die meisten Urlauber sich damit plagen, welche Kleidungsstücke sie denn nun in ihren Koffer packen sollen, geht es bei Viellesern – wozu Liebesromanleser oftmals zählen – zusätzlich noch darum, welche Lektüre sie mitnehmen. Da kann das Gepäck schon mal bedrohliche Ausmaße erreichen.

Leichter können die Leser es sich machen, indem sie dorthin verreisen, wo die Bücher schon auf sie warten. Hay-on-Wye könnte ein solches Ziel sein. Das kleine Örtchen in Wales war das erste Bücherdorf der Welt und ist heute ein Mekka für Bibliomane, die sich in zig Antiquariaten austoben können. Andere Städte in Großbritannien und Frankreich folgten dem Beispiel, oder versuchten es zumindest.

Wer lieber hierzulande urlaubt, sollte Mecklenburg-Vorpommern ins Auge fassen. Dort gibt es das 1. Bücherhotel Deutschlands. Das Gutshotel Groß Breesen wartet mit über 80.000 Büchern auf, die kunterbunt und völlig unsortiert in den verschiedenen Zimmern und Gebäuden verstreut sind. Dort kann der eigene Lesestoff sogar getauscht werden. Für zwei Bücher, die ein Gast abgibt, darf er eins aus dem reichhaltigen Fundus mit nach Hause nehmen. Das macht die Taschen bei der Heimreise dann auch etwas leichter. Übergepäck wäre sowieso nicht ratsam, wenn man das ganz besondere Angebot des Hotels nutzt. Es ist nämlich mit einem eigenen Hubschrauberlandeplatz ausgestattet. Und der Helikopter sollte schließlich noch abheben können.

Es muss ja nicht immer das Buchgeschenk unter dem Weihnachtsbaum sein. Wenn es etwas teurer sein darf, ist ein Reisegutschein auf dem Gabentisch auch etwas Feines.