Only the good die young ...: Patrick Swayze – ein persönlicher Abschied von einem Held meiner Jugend
Heutzutage schwärmen die weiblichen Teenies für Robert Pattinson aus “Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen” oder Zac Efron aus den „High School Musical“-Filmen, und manche Erwachsene schütteln milde lächelnd den Kopf ob der Hysterie um diese jungen Idole. Darüber vergessen sie gerne, dass es in jeder Generation Stars gab, die Mädchen zu Schreikrämpfen hingerissen haben. Ich war nie der Typ für solch öffentliche Gefühlswallungen, stattdessen habe ich in den späten 1980ern und frühen 1990ern lieber zuhause still meine Favoriten angehimmelt, BRAVO-Artikel über sie verschlungen, Soundtracks (auf LP!!) angehört und VHS-Kassetten abgenudelt. Zu meinen erklärten Lieblingen zählte Patrick Swayze, der jetzt mit gerade mal 57 Jahren seinen Kampf gegen den Krebs verloren hat.
Alles begann – nein, nicht mit Dirty Dancing. Es war Januar 1987, und wohlweislich hatte ich meinem Vater Leerkassetten für den Videorekorder abgeschwatzt. Das ZDF strahlte eine US-Miniserie aus, in der es um den Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten ging und um zwei Freunde, die sich dadurch auf feindlichen Seiten wiederfanden. Ich war Fackeln im Sturm (North and South) vom ersten Moment an verfallen. Anders als meine Schwestern hing ich mein Herz aber nicht an den guten George Hazard (gespielt von James Read), sondern an den verträumten und gebeutelten Orry Main – und den Schauspieler Patrick Swayze. Ich litt mit dem ehrenhaften Mann aus South Carolina, als er im mexikanisch-amerikanischen Krieg schwer verwundet wurde und jahrelang seiner verlorenen Liebe Madeline (Lesley-Anne Down) nachtrauerte. Es folgten weitere sechs Episoden, die mich wieder gebannt vor dem Fernseher hielten und in denen es für Orry und Madeline auch endlich das ersehnte Happy End gab.

Szenenbild © Paramount Home Entertainment
Labels: Film
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